Liebe Leserinnen und Leser,

wir sind, was wir spielen! Wir haben als Kind die Welt und ihre Gesetze spielerisch kennen gelernt, haben Regeln überschritten und im Spiel unsere Phantasie und Fertigkeiten angeregt. Auf phantasievolle und spielerische Weise haben wir unsere ersten Ich-Geschichten gesponnen und sind an die Grenzen gestoßen, wo Systematik und Rationalität beginnen: die Welt der Erwachsenen.

Wir bei Point Blank wollen auf diese spielerischen Methoden der Weltaneignung und -beschreibung zurückgreifen, um mit unseren Partnern und Kunden auf neue, frische und innovative Ideen zu kommen. Beim PLAY DAY im Mai haben wir unseren Gästen einige Beispiele aus unserer Toolbox vorgestellt, die wir in unserer Forschung und bei Kreativworkshops anwenden.

Mit unserem neuen Newsletter, dessen erste Ausgabe Sie gerade lesen, wollen wir mit allen in Kontakt treten, die wie wir daran interessiert sind, über den Tellerrand zu schauen, neue Methoden auszuprobieren und neue Entwicklungen in unserer Branche zu diskutieren. Zugleich möchten wir Sie über aktuelle News aus unserem Haus und aus der qualitativen Marktforschung informieren.

Wir wünschen viel Lesevergnügen,

Dr. Barbara Lang, Christoph Welter, Dr. Gerhard Keim, Tobias Wenker

Starting Point

Let’s play together!

Beim „PLAY DAY 2019“ am 10. Mai lernten Kunden und Partner verschiedene Brainstorming-Tools spielerisch kennen

20 bunte Karten liegen auf dem Tisch, der Magier, Abenteurer, Athlet oder Held steht darauf zu lesen. Und sie entsprechen – ganz ähnlich Tarot-Karten – Archetypen, mit denen sich Eigenschaften wie Kreativität, Rebellion, Ausdauer oder Willensstärke und Charisma verbinden. „Archetypen im Research entsprechen bestimmten Rollenbildern, die tief in unserer Kultur verankert und intuitiv verständlich sind“, erläutert Christoph Welter, einer von vier Geschäftsführern bei Point Blank. Die Archetypen-Karten sollen dabei helfen, Ideen für ein Produkt oder eine Kampagne zu entwickeln und herauszufinden, welchem Archetyp eine Marke entspricht.

>>Der Play Day war für mich ein Augenöffner für die vielen kreativen Methoden, die es gibt.<<
Cornelia Wittenberg Berlin Chemie

Point Blank hat am 10. Mai Kunden und Partner zum PLAY DAY 2019 in das neue Büro am Spittelmarkt in Berlin-Mitte eingeladen. Gäste aus dem ganzen Bundesgebiet sowie der Schweiz sind gekommen. „Wir wollen nicht nur die neuen Geschäftsräume präsentieren, sondern auch zeigen, wie wir hier arbeiten“, erklärt Gerhard Keim zur Begrüßung. Hierzu hat sich die Innovationsagentur einiges einfallen lassen: Die großzügige Büroetage ist in einen Brainstorming-Parcours umgewandelt worden. An vier Stationen, wo je ein Arbeitstool vorgestellt wird, können sich die Teilnehmer mit der entsprechenden Methode vertraut machen, sie spielerisch erproben.

>>Besonders gefallen hat mir die gute Stimmung, die das Team vermittelt, unterstützt durch die neuen Räumlichkeiten, die Offenheit und Freiraum ausdrücken.<<
Rita Quix
Sanofi

Dazu haben sich die Teilnehmer in drei Gruppen aufgeteilt, und jede Gruppe hat sich eine Aufgabenstellung aus dem Arbeitsalltag der Markenkommunikation ausgesucht: Wie schaffen wir es, unsere Zielgruppe(n) auch in Zukunft zu erreichen angesichts einer sinkenden Aufmerksamkeitsspanne gerade bei der jüngeren Generation? Oder: Wie schaffen wir es, der Verweigerungshaltung junger Menschen zu begegnen und sie auch in Zukunft für Marktforschung zu begeistern und für unsere Studien zu gewinnen? Und: Wie kann man mit einer wachsenden Anzahl von Stakeholdern ohne Hierarchien in Innovationsprozessen zusammenarbeiten? Mit Hilfe der unterschiedlichen Tools sollen Lösungsansätze entwickelt werden.

>>Die Methoden eignen sich für unterschiedliche Einsatzbereiche. Die Superhelden sind gut für ein Verständnis des Wettbewerbsumfelds: Wie gehe ich mit Hauptwettbewerbern um?<<
Martin Bruns KAO

Blaue Pfeile auf dem Boden weisen den Weg von Station zu Station. Nacheinander schlängeln sich drei Gruppen durch die 500 qm große Büroetage. Auf die Archetypen folgen Superheroes, danach kommen Trendkarten ins Spiel, und abschließend soll beim Videoprototyping ein kleiner Film entstehen. Bei jeder Station werden binnen 20 Minuten neue Ideen für Lösungsansätze entwickelt. Archetypen-Karten eignen sich beispielsweise gut für Storytelling – eine Geschichte rund um ein Produkt oder eine Marke zu erzählen. Superheldenfiguren bieten eine hervorragende Projektionsfläche, um Produkteigenschaften sowie Stärken und Schwächen zu analysieren. Mithilfe von Trendkarten, die das Neueste aus Forschung, Technologie, Mode und Kultur anhand konkreter Beispiele aufzeigen, entstehen neue Ideen und Einordnungen. Beim Videoprototyping geht es schließlich darum, aus den gesammelten Ideen einen Videoclip zu gestalten. Sozusagen der Elevator Pitch, der die besten Ideen anschaulich und vorzeigbar macht.

>>Mich haben die Trendtafeln sehr beeindruckt, die ich schon ansatzweise vorher genutzt habe. Heute habe ich gelernt, dass es eine Systematik dazu gibt, und die werde ich mit Sicherheit künftig anwenden.<<
Dieter Rung Leiter Unternehmensentwicklung bei der Stadt Winterthur

Die Stimmung in den Gruppen ist locker, die Teilnehmer haben sichtlichen Spaß und sind im Play-Modus. Besonders beim Videoprototyping. Ausgelassen agieren die Teilnehmer mit bunten Brillen auf der Nase, Perücken und übergroßen Jacketts vor einer Bluescreen-Wand. Unter Realbedingungen entstehen so kurze, fast schon professionelle Clips mit visuellen Einblendungen, Musik und Voice-over, die verblüffend vielschichtig die gewonnenen Ideen auf den Punkt bringen. „Normalerweise nehmen wir uns einen ganzen Tag Zeit und arbeiten mit zwei oder drei Methoden aus unserer Toolbox“, sagt Gerhard Keim abschließend. „Mit dem heutigen Brainstorming-Parcours wollten wir einmal unsere Arbeitsweisen vorstellen, und die bestehen vor allem darin, die Teilnehmer in eine Stimmung und Situation zu bringen, in der sie auf gute Ideen kommen.“

Point of View – Christoph Welter

Was sind die Vorteile einer spielerischen Herangehensweise?
Bei Point Blank nutzen wir seit 2012 die positive Energie des Spielens, um neue, frische Ideen zutage zu bringen. In der Forschung regen wir Teilnehmer so an, ihre eigenen Einstellungen über erstbeste Antworten hinaus zu ergründen. Das Spielen ermöglicht den Blick unter die Oberfläche – ohne kognitive Überformung. In Workshops wiederum entstehen durch spielerische Ansätze leichter kreative Ideen – und durch Basteln, Geschichten erzählen und Rollenspiele entstehen dann auch gleich erste Prototypen.

Welche Idee / Theorie steckt dahinter?
Der Mensch – homo ludens – ist ein Spieler, der Spieltrieb ist uns angeboren. Im Spiel setzen wir die Regeln des Alltags außer Kraft. Wir befreien uns aus konventionellen Denkmustern, dürfen Neues denken und ausprobieren: Wir lernen. Und außerdem macht Spielen natürlich Spaß und baut Hemmschwellen ab.




Neugierig?
Get in touch: christoph.welter@point-blank.net

Meeting Point – Willkommen im Team

Monja Messner

Für mich ist es im Job sehr wichtig, neue Impulse zu bekommen – und das passiert hier definitiv. Ein Grund, mich bei Point Blank zu bewerben, war die Lust, wieder komplette Projekte zu betreuen – von A bis Z. Wir sind keine Einzelkämpfer in unseren Projekten, sondern tauschen uns viel aus. Als persönliche Bereicherung erlebe ich die Designer, da sie unseren marktforscherischen Blick klar erweitern. Nicht zu vergessen: das angenehme Umfeld, wo die Woche mit einem gemeinsamen Frühstück anfängt!

Dr. Daniel Mai

Point Blank ist eine kleine, feine Forschungs-Boutique und designgetriebene Innovationsberatung. Nach etlichen Jahren in größeren nordamerikanischen Beratungen habe ich mich nach einem eng zusammenhaltenden, lokalen Team mit europäischer Grundhaltung zurückgesehnt. Als Organisationsethnologe, Automobil- und Technikfan möchte ich nicht nur das Healthcare-Team in meiner täglichen Arbeit unterstützen, sondern auch dabei helfen, neue Industrien und Innovationsberatungsbereiche für Point Blank zu ergründen.

Jelena Bebic

Ich möchte gerne menschenzentriertes, strategisches Design im Bereich Healthcare weiterbringen, das hat meiner Meinung nach großes Potenzial. Bei Point Blank hat mich sofort die Kombination aus strategischem Design, Innovation und Healthcare-Themen angesprochen – genau das, was ich gesucht hatte. Zugesagt habe ich dann wegen des Teams, das mich so warmherzig empfangen hat. Außerdem wird viel Wert darauf gelegt, die eigenen Interessen einzubringen. Dabei werde ich auch sehr gut unterstützt.



Action Point

Konferenz-Talk

Planung & Analyse Insights 2019 am 29.08.2019
Vorstellung einer Case Study zu User Centered Branding - gemeinsam mit Kunde & Agentur: Das älteste Einhorn. Identitätsfindung und kundenzentrierte Markenentwicklung am Beispiel der Generika-Marke Zentiva.
https://horizont.dfvcg-events.de/insights/programm/#tag-1

Publikation

"The Magic Of Play", in: Esomar Research World
Christoph Welter taucht für das Research World Magazin noch einmal in die Hintergründe rund um das Thema Spielen in qualitativer Forschung ein.
https://www.researchworld.com/the-magic-of-play/

Crafting

Craft a game

Ein Spiel zum selber machen: Einfach downloaden, ausdrucken, ausschneiden und einen Kollegen zum spielen finden. Zum Gewinnen braucht es Taktik, eine sehr gute Wahrnehmung, um nichts zu übersehen, und ein kleines bisschen Glück.

Bullet Point 2019/02

Im nächsten Bullet Point werden wir das Thema Rapid Video Prototyping vertiefen: Warum finden wir dieses Tool gerade bei Innovationsprozessen unschlagbar?
Lernen Sie unseren Video-Spezialisten Manuel Stettner näher kennen und erfahren Sie mehr über unsere bisherigen Erfahrungen bzw. darüber, wie Sie Video Prototyping in Ihren Projekten anwenden bzw. umsetzen können.
Und natürlich werden wir Sie über Neuigkeiten aus unserem Team und aus der Branche auf dem Laufenden halten.